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Kompletten Medaillensatz abgeräumt…….
 
19.11.2017-Sonntagmorgen, 8:30 – wenn Andere ausschlafen… Abfahrt für die Turner zu den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften nach Ramstein-Miesenbach. Der Cheftrainer Hermann Jäger liegt seit Tagen mit Rückenproblemen im Krankenhaus. Sollen wir mit den drei qualifizierten Mannschaften überhaupt antreten? Aber sicher, signalisiert der Trainer! Eltern und ältere Turner fahren und betreuen, der Kampfrichter des Vereins muss sowieso fahren. Und gleich im ersten Durchgang müssen die beiden Mannschaften im Pflichtbereich antreten. Pünktlich um 11:00 beginnen die Jüngeren ihren Wettkampf mit dem Sprung. Marco Deisner erhält 14,10 Punkte von 16 maximalen Punkten, Nikita Gebel sogar 15,50 Punkte, Oskar Dietz 14,75 P., und der Neuling in der Mannschaft Tim Fuchsjäger kommt noch auf 13,25 Punkte. Die besten Drei kommen in die Wertung. Barren und Reck folgen, aber hier sind die Bad Bergzaberner Jungs nicht so stark, und lassen einige Punkte liegen. Und es wird natürlich bei einer solchen Meisterschaft ganz schön streng gewertet, aber dies trifft für alle Mannschaften zu. Am Boden gehen auch einige Zehntel-Punkte weg durch Unachtsamkeiten. Das folgende Pauschenpferd ist normalerweise eine Stärke der Kurstädter, aber nicht an diesem Tag. 41,1 Punkte, während die Konkurrenz 43,60 bzw. sogar 44,60 Punkte mitnimmt. In der Summe bringen es die Jungen auf 255,35 Punkte, die Konkurrenz ist um sieben bzw. acht Punkte davor. Aber, ist ein dritter Rang nicht ein super Erfolg bei Rheinland-Pfalz-Mannschaften? Und natürlich die beste Mannschaft des Pfälzer Turnerbundes in diesem Wettkampf.
 
Zur gleichen Zeit traten die älteren Jungs am Boden an. Julius Burkhardt, Felix Mumme, Niklas Ellrich, Leo Eckelmann, André Meyer, Bastian Ehrstein und Florian Meyer konnten komplett antreten, ohne Verletzten, also ein Auswahl an jedem Gerät treffen. Schon bei der Pfalzmeisterschaften hatten sie mit großem Vorsprung die Nase vorne, und auch dieses Mal begannen sie in Topform. Keine andere Mannschaft erreichte 44,35 Punkte an diesem Gerät. Das nächste Gerät: Seitpferd. Für diese Mannschaft das stärkste Gerät: 46,50 Punkte. Bastian Ehrstein mit der Super-Punktzahl von 15,9 von maximal 17 Punkten. Und auch am Gerät Ringe bauten sie ihren Vorsprung aus. Dass sie dann am Sprung nur die dritte Wertung erreichten, war ein kleiner Schönheitsfehler. Aber das nächste Gerät, Barren wurde zu einer Demonstration der Stärke für den TV BZA, Bastian und Florian knackten die 16-Punkte-Grenze. Da hatte die Wertung am Reck als Abschlussgerät nur noch einen statistischen Wert, aber auch hier hatten die Jungs aus Bad Bergzabern die Nase vorn. Mit 273,60 Punkten lagen sie am Ende um acht Punkte vor dem Vizemeister Grünstadt. Und erhielten natürlich die Goldmedaille!
 
Die dritte Mannschaft aus Bad Bergzabern, die Kürturner, hatten ihren Durchgang erst um 17:00. Gau- und Pfalzmeister, wollten Semjon Geist, Benedikt Muck, Hannes Sarter, Konrad Beck, Lennart Hölzmann, Dario Weis und David Jäger den Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Allerdings wussten sie, dass in diesem Jahr die Jungen aus Ober-Ingelheim sich nicht so leicht schlagen lassen würden. Semjon Geist und David Jäger hatten am Vortag schon in ihrer Liga jeweils einen Wettkampf in Rastatt bzw. in Grünstadt absolviert. Und gleich am Boden war ihnen nicht das berühmte Quentchen Glück beschieden, beim Handstand nicht ganz sicher, der Salto zu nieder geturnt, und schon war die Konkurrenz vorne.  Seitpferd ist eine Domäne der Kurstädter, und hier steuerte David auch eine hohe Wertung bei: 13,1 Punkte, dicht gefolgt von Nepomuk Guth von Ober-Ingelheim mit 13 Punkten. An den Ringen war Ober-Ingelheim Spitze, hier mussten unsere Jungs zwei Punkte liegen lassen. Der Pferdefuss der Bergzaberner ist der Sprung, es fehlen schwierige Sprünge, dazu kommt, dass mehrere Turner hier verletzungsbedingt Probleme haben. Barren, 39 Punkte gegenüber 34 Punkte der Konkurrenz, super. Aber dann als letztes Gerät das Reck, synonym zum Sprung, es müssen noch zwei schwierigere Übungen dazukommen. Am Ende  ist der TuS Ober-Ingelheim auf dem ersten Platz, vier Punkte vor dem TV Bad Bergzabern.  Mehr geschwitzt als die Turner hat wohl Trainer Hermann Jäger, den die Jungs per Smartphone reichlich mit Bildern und Videos direkt ins Krankenhaus versorgten. Was soll‘s, zum Einen muss man den Ober-Ingelheimern attestieren, dass sie an diesem Tag besser waren, zum Anderen ging jetzt eine Serie von mehreren Jahren zu Ende, denn der Titel im jahrgangsoffenen Kürturnen ging immer nach Bad Bergzabern, und mit der Silbermedaille war der Medaillensatz komplett.
 
Beginnt jetzt die Winterpause? Mitnichten, im Dezember wartet noch der Schellenberger-Cup, im Januar und Februar beginnen die Schulwettbewerbe Jugend-trainiert-für-Olympia, es folgen die Auftritte bei den Lions und beim Neujahrsgruss der Stadt Bad Bergzabern, und ab April beginnen schon wieder die Einzelmeisterschaften. Allerdings hat ihr Trainer Hermann Jäger schon die Sorge, wo ab Juni trainieren, wenn die Verbandsgemeindehalle wegen Renovierung für ein Jahr die Halle schließt, denn Turner sind ja auf ihre Geräte angewiesen, und dies 3-4x pro Woche. Hoffentlich findet sich eine Lösung, damit der derzeitig hohe Standard aufrecht erhalten werden kann.

Ergebnisliste.......Hier!

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