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Pfalzmeisterschaften Gerätturnen Jungen- optimales Ergebnis….
 
Hermann Jäger, Trainer der Bad Bergzaberner Turner, hoffte auf drei Titel, mit drei Mannschaften, bei den Pfalzmeisterschaften in Edenkoben am 22.10.2017. Einerseits geht es um den Titel, andrerseits aber auch um die Qualifikation zur nächsten Stufe, den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im November in Ramstein. Drei Durchgänge hatte der Organisator Uwe Reichert angesetzt, zwei Mal in der Pflichtklasse, ein Mal im Kürbereich. Der Turnverein hatte insofern Glück, dass in jedem Durchgang  eine Mannschaft beteiligt war, also eine optimale Betreuung möglich. Im ersten Durchgang, morgens um 10 Uhr, mussten die Jüngsten an die sechs Geräte. Obwohl ihr erstes Gerät, der Sprung, nicht gerade ihr Lieblingsgerät ist,  dieses Mal legten sie eine gute Serie vor. Marco Deisner 15 Punkte, der „neue“ Tim Fuchsjäger 14,15 Punkte, Nikita Gebel gar 15,10, und Oskar Dietz 14,6 Punkte, mit 44,7 Punkten (die besten drei Turner kommen in die Wertung) wurde der Sprung zum besten Gerät., dem Grundstein für weitere gute Ergebnisse. Am Barren waren alle nicht so gut drauf, und am Reck waren die Kampfrichter wohl etwas strenger als bei den Gaumeisterschaften, aber mit 42 Punkten hatten sie die höchste Wertung in ihrem Wettkampf. Und Oskar Dietz hatte mit 14,5 Punkten als Einziger die 14-Punkte-Marke geknackt. Das Bodenturnen und das Seitpferd sind die Stärken der Jungs aus der Kurstadt. Und so war es für die glückliche Trainerin Beate Jacoby keine Überraschung mehr, dass das Quartett wieder ganz oben stand, fast dreizehn Punkte vor den Zweiten aus Hatzenbühl. Gaumeister und Pfalzmeister, ob es gegen die starken Jungs aus Vallendar im November reicht? Eine kleine Steigerung, und ein intensives Training bis dahin sind die Voraussetzung und ein Muss. Besonders wird der Augenmerk auf dem Seitpferd liegen, denn ein Absteigen führt zu einem Punkt Abzug, ein „Hängenbleiben“ oder Halten ergibt einen halben Punkt Abzug. Und wenn man schon den Sonntag im November für die Fahrt nach Ramstein  im Kalender vermerken muss – aber die Trainerin nimmt das gerne in Kauf- soll nicht ein so unnötiger Fehler das Ergebnis beeinflussen.
 
Die Umstellung von Hermann Jäger, aus drei Mannschaften zwei zu machen, um die beiden Mannschaften zu stärken, war eine glückliche Entscheidung. Dadurch wurden die Pflichtturner mit 15 Jahren und jünger, verstärkt und die drei Führungsturner entlastet. Bei den Gaumeisterschaften war Julius Burkhart verletzt, und deshalb Niklas Ellrich und Bastian Ehrstein ohne Chance. Zusammen mit André Meyer und Florian Meyer, begannen sie am Seitpferd, holten das optimale Ergebnis von 47,70 Punkten und ließen ihren Konkurrenten aus Grünstadt und Pirmasens weit hinter sich. Ringe ebenfalls über 47 Punkte, so konnte es weitergehen. Mit Felix Mumme und Leo Eckelmann gaben sie keine Gerätewertung ab, Florian Meyer war am Reck der Einzige in diesem Wettkampf, der 16 Punkte erreichte, und mit 96,20 Punkten war er auch der Beste in der Einzelwertung, 16 Punkte im Durchschnitt. In dieser Form werden sie heiße Favoriten für den Landestitel sein.
 
Die Königsklasse in der Kür, freie Gestaltung der Übung an den Geräten mit Wahl der Schwierigkeiten, aber einer geforderten Anzahl an Elementen, ist der jahrgangsoffene Wettkampf. Hermann Jäger setzte die beiden Nachwuchsturner Lennart Hölzmann und Konrad Beck mit ein. Nachwuchs?? Die beiden machten den Älteren Dario Weis, Semjon Geist und Benedikt Muck ordentlich Konkurrenz. David Jäger, am Vortag noch in Sachen Bundesliga in Grünstadt am Gerät, turnt normalerweise in einer eigenen Liga, aber an diesem Tag hatte Dario an den Ringen mit einem halben Punkt die Nase vorn. Beginn am Boden, und die Kurstädter waren keinesfalls überlegen, Turnteam Sickingen als auch St.Martin/Wörth waren gering stärker. Am Seitpferd bewahrheitete sich wieder einmal die These des ehemaligen Trainers und Kampfrichters Armin Stöß, dass hier der Wettkampf sich entscheidet. Über drei Punkte Vorsprung ergaben ein sicheres Polster  für Bad Bergzabern. Den Sprung mussten sie abgeben, aber die Ringe, Barren und das Reck gehörten den acht Jungs vom hiesigen TV. David Jäger zeigte am Reck eine Übung der Sonderklasse, zwei Punkte mehr als jeder Konkurrent mit 13,90 Punkte. 210,55 Punkte, 10 Punkte Abstand zu den Konkurrenten, das lässt für den Trainer die Hoffnung keimen, dass auch in der Landesmeisterschaft im November dieser Titel wie schon seit vielen Jahren, nach Bad Bergzabern gehen könnte.  Drei Mannschaften, drei überragende Siege, ein beeindruckendes Ergebnis, das zwar moralisch verpflichtet, aber natürlich auch Ausdruck ist für den hohen Leistungsstand  der Turner aus Bad Bergzabern.

Ergebnisliste.......Hier!
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